Legasthenie/ LRS und Schule in Baden Württemberg:

Legasthenie/ LRS - Schulische Praxis:

Die in der schulrechtlichen Praxis von Baden Württemberg zumeist anerkannten Erscheinungsformen von LRS/ Legasthenie im schulischen Bereich, entsprechen dem, was in der Praxis meist auch als Nachteilsausgleich gewährt wird. Dies sind vor allem:

  • Die Anerkennung dessen, daß ein Legasthenie/LRS-Schüler vor allem bei Aufsätzen im Fach Deutsch nicht in der selben Geschwindigkeit arbeiten kann, wie ein anderer Schüler. Aufgrund der Fülle an Informationen und Konzentration auf die Rechtschreibung, benötigt er mehr Zeit dies zu verarbeiten.
  • Die Anerkennung von vermehrten Rechtschreibfehlern von Legasthenie-Schülern im Fach Deutsch.

Richtigerweise ist Legasthenie/ LRS aber ein viel breiter angelegtes Phänomen, wie nachfolgend darzustellen sein wird:

Legasthenie/ LRS  und Deutsch:

LRS/Legasthenie ist natürlich zunächst im Fach Deutsch festustellen:

  • Dort ist es regelmäßig tatsächlich so, daß der Schüler wegen Legasthenie/ LRS länger braucht, um Arbeiten anzufertigen. Das gilt allerdings nicht nur für Arbeiten, in denen er selbst kreativ tätig wird (wie Aufsätze), sondern auch bei Arbeiten, in denen er Informationen verarbeiten muß (wie Diktaten).
  • Desweiteren ist es dort auch so, daß Rechtschreibfehler die bekannteste Folge von Legasthenie/ LRS sind.

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Legasthenie/LRS  in den Fremdsprachen:

LRS/ Legasthenie ist aber auch ein Phänomen bei den Fremdsprachen:

  • Was für die deutsche Sprache gilt, kann für eine andere Sprache nicht anders sein.
  • D.h. auch bei den Fremdsprachen sind die im Fach Deutsch vorbezeichneten Probleme im Rahmen von Legasthenie/LRS zu beachten.

Die Anerkennung von LRS/ Legasthenie wird inzwischen bei den Neuregelungen in den Verwaltungsvorschriften festgehalten. Die Umsetzung in der schulrechtlichen Praxis ist nach meinen bisherigen Erfahrungen allerdings nach wie vor zurückhaltend.

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Legasthenie & LRS  in anderen Fächern:

Aber auch in anderen Fächern kann LRS/ Legasthenie eine erhebliche Rolle spielen, was in der schulrechtlichen Praxis von Baden Württemberg gerne geleugnet wird:

  • Insbesondere sind Konstellationen denkbar, in denen ein Schüler eine Aufgabe nicht versteht, weil er diese sprachlich nicht erfassen kann. In der Praxis zeigt sich dies oftmals bei Textaufgaben im Fach Mathematik und zusehends auch in Fächern wie "Politik", Geschichte usw. Erkennbar ist dies selbst für Laien oftmals bereits daran, daß der Schüler die vermeintlich einfache "Eingangsfrage zum Punktesammeln" nicht versteht, während er die vermeintlich schwierigeren (aber für ihn verständlichen) Folgefragen sicher löst. 
  • Das Hauptproblem bei dieser Form von Legasthenie/ LRS ist, daß diese meist erst in höheren Klassen auftritt, weil erst später für LRS-Schüler nicht verständliche Aufgabenstellungen vermehrt auftreten. Dann wird dies von den Lehrern entweder zu spät bemerkt oder - was noch schlimmer ist - schlichtweg geleugnet.

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Nichtberücksichtigung von LRS/ Legasthenie in Baden Württemberg - praktischer Hintergrund:

Das Problem bei den meisten Konstellationen ist, daß es für einen Lehrer meist relativ einfach ist, herkömmliche Ausgleichsmaßnahmen wie Schreibzeitverlängerungen zu gewähren, oder aber Rechtschreibfehler herauszurechnen.

Wird es aber für den Lehrer komplizierter (beispielsweise, weil er Lückendiktate stellen oder zumindest langsamer diktieren müßte, Aufgabenstellungen erläutern oder bei Fremdsprachen zwischen LRS-bedingten und sonstigen Fehlern differenzieren müßte), so wird es meist auch schwieriger, den Lehrer davon zu überzeugen, daß LRS/ Legasthenie viel weiter reicht, als dies gemeinhin zugelassen wird. Hier trifft man in der Praxis öfter auf Aussagen wie: "Wo käme man denn da hin?".

An dieser Stelle ist von der Wissenschaft noch viel schulische Überzeugungsarbeit zu leisten, um solche Sachverhalte allgemein unstreitig zu machen.

Selbstverständlich wirkt sich das Vorgeagte auch auf die nachfolgenden Gliederungspunkte aus:

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