Legasthenie/ LRS & Grundschulempfehlung Baden Württemberg

Legasthenie/ LRS & Normen der Grundschulempfehlung:

Ein weiterer relevanter Gesichtspunkt ist die besondere Berücksichtigung Legasthenie/ LRS im Rahmen des Aufnahmeverfahrens:

Ziffer 4.3 LRS Erlass Baden Württemberg
"Für Schüler der Klasse 4 der Grundschule, bei denen eine Lese- und Rechtschreibschwäche festgestellt wurde, wird auf § 4 Abs. 3 letzter Satz, § 4 Abs. 4 letzter Satz und § 10 Abs. 4 der ... Aufnahmeverordnung... besonders hingewiesen."

Dies gilt auch unter Berücksichtigung der neuen Verwaltungsvorschriften für LRS/ Legasthenie fort.

In der Aufnahmeverordnung Baden Württemberg heißt es dann:

§ 4 Aufnahmeverordnung Baden Württemberg:

(3) Voraussetzung für eine Empfehlung für die Realschule sind, daß
1. der Schüler im Durchschnitt der Noten im Anmeldezeugnis in den Fächern Deutsch und Mathematik mindestens 3,0 erreicht hat und
2. das Lern- und Arbeitsverhalten des Schülers, die Art und Ausprägung seiner schulischen Leistungen auch in den übrigen Fächern oder in den Fächerverbänden sowie seine bisherige Entwicklung erwarten lassen, daß er den Anforderungen der Realschule entsprechen wird.
Eine Empfehlung für die Realschule kann ausnahmsweise auch dann ausgesprochen werden, wenn der Schüler den Notendurchschnitt nach Nr. 1 nicht hat, jedoch die Voraussetzungen von Nr. 2 in besonderer Weise erfüllt sind.“ 

(4) Voraussetzung für eine Empfehlung für das Gymnasium sind, daß
1. der Schüler im Durchschnitt der Noten im Anmeldezeugnis in den Fächern Deutsch und Mathematik mindestens 2,5 erreicht hat und
2. das Lern- und Arbeitsverhalten des Schülers, die Art und Ausprägung seiner schulischen Leistungen auch in den übrigen Fächern oder in den Fächerverbänden sowie seine bisherige Entwicklung erwarten lassen, daß er den Anforderungen des Gymnasiums entsprechen wird.
Eine Empfehlung für das Gymnasium kann ausnahmsweise auch dann ausgesprochen werden, wenn der Schüler den Notendurchschnitt nach Nr. 1 nicht hat, jedoch die Voraussetzungen von Nr. 2 in besonderer Weise erfüllt sind.

§ 10 Abs. 4 Aufnahmeverordnung Baden Württemberg:
Ausnahmsweise kann der Prüfungsausschuß bei einem Schüler, der die Voraussetzungen von Abs. 2 bzw. 3 nicht erfüllt hat, die Aufnahmeprüfung mit Zweidrittelmehrheit für bestanden erklären, wenn er zu der Auffassung gelangt, daß der Schüler nach seinem gesamten Leistungsbild und seiner Leistungsfähigkeit für die betreffende Schulart dennoch geeignet erscheint.

Legasthenie/ LRS & Grundschulempfehlung Baden Württemberg:

Bei der Grundschulempfehlung Baden Württemberg und der Gemeinsamen Bildungsempfehlung Baden Württemberg ist zunächst der im Untergliederungspunkt "Leistungsbeurteilung" angesprochene Punkt zu beachten, ob die Note ordnungsgemäß zustande gekommen ist, oder ob man diese anhand der dortigen Grundsätze zu korrigieren hat. Möglicherweise ergibt sich die Wunschempfehlung bereits hieraus.

Gelingt dies nicht, ist anhand der vorbenannten Regelungen zu beachten, daß bei der Ermessensentscheidung, ob ein Schüler trotz der nicht ausreichenden Noten dennoch die gewünschte Empfehlung erhält, auf die obengenannten Sonderregelungen zu achten.

Selbige Grundsätze gelten auch für die Aufnahmeprüfung Realschule/ Gymnasium Baden Württemberg:

  • im ersten Schritt Korrektur der Leistungsbeurteilung.
  • Im zweiten Schritt ggf. Korrektur des Ergebnisses anhand der obigen Regelungen.

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