Gymnasium Baden Württemberg:

Gymnasium und Grundschulempfehlung:

Das erste rechtliche Hauptptoblem der Gymnasien entspricht der Situation bei den Realschulen: Nach Abschaffung der verbindlichen Grundschulempfehlung darf nunmehr jeder Schüler aufs Gymnasium, áuch ohne Gymnasialempfehlung.

Auch bei den Gymnasien wird es vermutlich so kommen, daß die Gymnasien sich Nischen suchen, worüber sie die potentielle Leistungsfähigkeit ihrer neuen Schüler vorab prüfen:

Dies kann man auch bei anderen Bundesländern sehen, die bereits seit Jahren ohne verbindliche Grundschulempfehlung auskommen und sich auf anderem Weg dann unerwünschter Schüler entledigen: Beispielsweise indem man zu Beginn des Schuljahres nach den Noten der Grundschule fragt oder einen Blick in die Schülerakte wirft... Es ist somit im Ergebnis wenig anders, als in Bundesländern mit verbindlicher Grundschulempfehlung, nur schmutziger:

  • Während in Ländern mit verbindlicher Grundschulempfehlung zumindest ein Großteil der Schüler erst einmal als potentiell leistungsfähig in Ruhe gelassen wird,
  • ist es in Bundesländern ohne verbindliche Grundschulempfehlung eben so, daß einige Schüler gleich auf "Abschußlisten" .

Letzteres ist auch in Baden-Württemberg zu erwarten, da gerade Realschulen und Gymnasien weit mehr Schüler aufnehmen, als sie verkraften und dann schnell klar ist, wer weg muß.

Insofern bietet es sich auch nach wie vor an, eine als ungerecht empfundene Grundschulempfehlung anzugreifen.

Sehen Sie hierzu unter dem Link

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Aufnahmekapazität und Gymnasium:

Ein weiteres praktisches Hauptproblem wird nach alledem die rechtliche Frage, unter welchen Umständen ein Gymnasium die Aufnahme von Schülern ablehnen darf.

Dies wird nach Abschaffung der verbindlichen Grundschulempfehlung in Baden Württemberg künftig vor allem im Rahmen eines regulären Aufnahmeverfahrens in Klassenstufe 5 eine Rolle spielen, wenn es künftig immer öfter einen Überhang an Bewerbern geben wird. Spätere Schulwechsel sind im Gymnasium schon aufgrund der inzwischen beinahe unübersichtlichen Schwerpunktbereiche und Sprachenfolgen eher selten und dürften kaum eine praktische Rolle spielen.

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Realschule und Ordnungsmaßnahmen:

Gymnasien geben sich gerne elitär, was naturgemäß zu wenig Verständnis bei pädagogischen Auffälligkeiten führt.

Immer öfter kommt es demnach dazu, daß Gymnasien sehr vorschnell und zielgerichtet einzelne Schüler sanktionieren, so daß man bald den keineswegs fernliegenden Eindruck erhält, daß es die Schule darauf anlegt, den Schüler ganz loszuwerden. Sollte man einen solchen Eindruck haben, sollte man diesen unbedingt ernst nehmen, weil ich immer wieder von Schülern höre, die innerhalb kürzester Zeit wegen - vergleichsweise - Lappalien von der Schule geflogen sind und ein derart gravierender faktischer Druck parallel dazu aufgebaut wurde, daß sich die Familien nicht einmal mehr dagegen zu wehren wagten.

In einem solchen Falle sollte man immer rechtzeitig dagegen gehen, wobei ich Ihnen unbedingt anwaltliche Hilfe anrate, denn alleine wird man gerade in einem solchen Bereich eigentlich nie ernst genommen.

Für nähere Informationen nutzen Sie bitte meine Links

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Gymnasium und Abitur:

Das Gymnasium endet nach 2-jährigem Notensammeln mit dem Abitur.

Bereits hieraus wird ersichtlich, daß ein Durchfallen vielfache Ursachen haben kann und mitunter schon anfangs begründet werden kann - bspw. wenn man zuviele Unterkurse sammelt und dann im letzten Halbjahr schließlich die Grenze überschritten wird.

D.h. gerade die lange Dauer bis zum Abitur bietet sich dafür an, daß man sich möglichst frühzeitig gegen ungerechtfertigte Noten wehrt, denn mitunter schleppt man sein späteres "Todesurteil" bereits frühzeitig mit sich herum. Und selbst wenn man dann später wiederholt, schleppt man aus dem Anfang mitunter erheblichen Ballast mit sich, der sich jederzeit als erneutes Fiasko realisieren kann.

Kurzum: In 11/1 (G8) oder 12/1 (G9) geht es mitunter los und bereits dann sollte man sich wehren und nicht, wenn die Schule bereits Fakten geschaffen hat.

Für eine telefonische Erstberatung zu Ihrem konkreten Fall oder eine deutschlandweite Vertretung Ihrer Interessen kontaktieren Sie mich deshalb bitte möglichst frühzeitig.