Sonderschulen, sonderpädagogischer Förderbedarf:

Sonderpädagogischer Förderbedarf und Sonderschulen - Hintergrund:

Sonderpädagogischer Förderbedarf in Schulen ist immer ein zweischneidiges Schwert:

  • Entgegen der politischen Darstellung - gibt es ja durchaus viele Eltern, die an der Aufrechterhaltung von Sonderschulen Interesse hat, da nur dort Kinder hinreichend gefördert werden.
  • In den meisten Fällen ist es allerdings freilich so, daß ein Schüler gegen den Willen seiner Eltern auf eine Sonderschule abgeschoben werden soll.

Relevanz erlangt die rechtliche Auseinandersetzung bei sonderpädagogischem Förderbedarf vor allem im Bereich des "sozial-emotionalen Förderbedarfs", also vermeintlich verhaltensauffälligen Kindern, die seit jeher Lehrern (und zusehends auch Eltern von Mitschülern) ein Dorn im Auge sind und deshalb schnell auf die "Abschußliste" für eine Sonderschule gelangen. Neuerdings geraten Schüler mit ADHS immer stärker in den Fokus der Schulen, was ein erhebliches Problem darstellt.

Daneben gibt es neuerdings auch immer häufiger Auseinandersetzungen im Grenzbereich der sogenannten "Lernbehinderung" - also Kinder mit starken Teilleistungsstörungen (Legasthenie, Dyskalkulie) stehen immer stärker in den Fokus der Schulen. 

Möglicherweise als Reaktion auf die Diskussion um Inklusion ist neuerdings ein verstärkt aggressives Auftreten einiger Schulen zu verzeichnen, Kinder mit ADHS oder starken Teilleistungsstörungen in Sonderschulen abzuschieben. Ich verweise hierzu auf einen interessanten Artikel in der "Welt", an dem ich selbst mitgewirkt habe.

Sollten Sie also zu dem neuerdings "gefährdeten Personenkreis" gehören, sollten Sie entsprechende "Überlegungen" Ihrer Schule immer ernst nehmen und mich notfalls zumindest im Rahmen einer Telefonischen Erstberatung kontaktieren, bevor Sie einem eröffneten Verwaltungsverfahren zur Feststellung sonderpädagogischen Förderbedarfs hinterherlaufen.

Allgemeinbildende Schule und Sonderschule:

Geht es um die Frage, ob ein Kind - gegen seinen Willen und den seiner Eltern - die allgemeinbildende Schule verlassen und in eine Sonderschule überwiesen werden soll, sollten die Alarmglocken in jedem Fall sofort angehen:

  • Bereits das Verwaltungsverfahren zur Feststellung sonderpädagogischen Förderbedarf sollte mitr Nachdruck betrieben werden, da es immer die beste Lösung ist, ein entsprechendes Vorhaben im Keim zu ersticken. Merken Sie, daß Sie selbst kein rechtes Gehör finden, so bietet sich bereits in diesem Stadium eine anwaltliche Vertretung an.
  • Mit Abschluß des Verwaltungsverfahrens sind weitere rechtliche Schritte möglich, wobei dann oftmals der Gang zum Verwaltungsgericht erforderlich ist, um schlimmeres zu verhindern.

Für weitergehende Fragen kontaktieren Sie mich bitte direkt.