Einschulungsuntersuchung Baden Württemberg

Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Arbeit und Soziales zur Durchführung der Einschulungsuntersuchung (Einschulungsuntersuchungsverwaltungsvorschrift):

Die Einschulungsuntersuchung wird in Baden Württemberg durch eine Verwaltungsvorschrift vom 28.11.2008 geregelt, die den Zeitpunkt der ersten Einschulungsuntersuchung weit nach vorne verlegt hat - 24 bis 15 Monate vor der Einschulung.

  • Dies hat zu erheblichen Verunsicherungen geführt, da es Eltern nicht gewohnt waren, so frühzeitig mit der Einschulung konfrontiert zu werden, entspricht allerdings einer allgemeinen Tendenz mehrerer Bundesländer aus den verschiedensten Gründen Kinder immer vorzeitiger auf deren spätere Schulreife hin zu untersuchen.

Ergänzend gilt die Schuluntersuchungsverordnung und die Verwaltungsvorschrift des Kultusministeriums zur Durchführung einer Sprachstandsdiagnose in Verknüpfung mit der Einschulungsuntersuchung, was angesichts des Umfangs von Normen zu einer großen Verunsicherung und Unklarheut, was zulässig ist und was nicht, beiträgt. Insgesamt erscheinen Einschulungsuntersuchungen mitunter willkürlich und bedenklich.

Eine weitere Einschulungsuntersuchung folgt weiterhin zeitnahe zur Einschulung und "außerordentliche" Einschulungsuntersuchungen sind auch im Zusammenhang mit Anträgen zur Zurückstellung von der Schule bzw. der vorzeitigen Einschulung denkbar.

Einschulungsuntersuchung und Vorbehalte:

Vorbehalte bestehen insbesondere hinsichtlich der ersten Einschulungsuntersuchung und unter den Aspekten, ob man sich hieran beteiligen muß bzw. alle der angeordneten Untersuchungen überhaupt zulässig sind. Die Praxis bei Einschulungsuntersuchungen tut hierzu ihr übriges, da oftmals keineswegs zimperlich mit Kindern umgegangen wird und solche "Vorfälle" natürlich wiederum zu weiteren Vorbehalten beitragen.

Fakt ist, daß die Regelung massiver Grundrechtseingriffe in einer bloßen Verwaltungsvorschrift ganz sicher kein Glanzstück des Normgebers ist. Pauschale Aussagen kann man indes sicher nicht treffen, da viele Grundrechtseingriffe bereits über das "schulische Gewaltverhältnis" auch ohne spezielle Norm gerechtfertigt sind.

Im Einzelfall sollte man dennoch vorsichtig sein, insbesondere wenn man Bedenken hat, daß Kinder bei diesen Untersuchungen Richtung sonderpädagogischen Flrderbedarf gedrängt werden.

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Einschulungsuntersuchung - weitere Themenbereiche zur Einschulung Baden Württemberg:

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